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Ein weiterer Schwerpunkt unserer anwaltlichen Tätigkeit liegt im Bereich der Strafverteidigung (selbstverständlich auch bei Ordnungswidrigkeiten oder Verkehrsdelikten). Hier versuchen wir bereits im Vorfeld durch Kontaktaufnahme mit den Ermittlungsbehörden oder Gerichten im Sinne des Mandanten auf das Verfahren Einfluss zu nehmen. Gerade wegen der großen Belastung, die für den Betroffenen durch ein gegen ihn gerichtetes Strafverfahren verbunden ist und der manchmal sogar existentiellen Folgen des Verfahrensausganges, entwickeln wir gerade im Rahmen der Strafverteidigung ein besonderes persönliches Engagement für den Mandanten.

 

Die Aufgabe des Strafrechts ist es, die wichtigsten Bereiche des menschlichen Zusammenlebens mit einem besonders starken Schutz zu versehen. Als Strafrecht wird dabei die Gesamtheit der Vorschriften bezeichnet, die für eine bestimmte Tat eine bestimmte Strafe oder andere Maßnahme als Rechtsfolge anordnet. Der Erlass dieser Vorschriften ist Aufgabe des Staates. Strafvorschriften finden sich nicht nur im Strafgesetzbuch (StGB), sondern auch in zahlreichen anderen Gesetzen wie dem GmbH-Gesetz, dem Handelsgesetzbuch (HGB) oder dem Straßenverkehrsgesetz (StVG). Durch die Strafgesetze wird das Gemeinwohl geschützt und der Rechtsfrieden gewahrt.

 

Auf der anderen Seite ist das Strafrecht wie kein anderes Recht in der Lage, tief in das Leben des einzelnen Staatsbürgers einzugreifen. Im schlimmsten Fall kann der Bürger lebenslang aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen werden. In manchen Ländern droht gar die Todesstrafe. In Deutschland gibt es zum Schutz des Einzelnen sogar die Möglichkeit, auch nach einem rechtskräftigen Urteil noch die Möglichkeit, die Unschuld des Verurteilten zu beweisen. Dies garantiert die Wiederaufnahme im Strafverfahren, an welches allerdings hohe Anforderungen gestellt werden.

 

Wegen der hohen Bedeutung einer strafrechtlichen Verurteilung liegt es daher auf der Hand, dass die Ausübung derartiger staatlicher Macht einer starken gesetzlichen Grundlage bedarf, um den Einzelnen vor Machtmissbrauch, staatlicher Willkür oder Fehlurteilen zu schützen. In Deutschland garantiert diesen Schutz das Grundgesetz, aus welchem sich mehrere Grundsätze ableiten lassen:

 

Bestimmtheitsgrundsatz

 

Die Strafgesetze müssen so genau beschrieben sein, dass der Bürger sich Klarheit darüber verschaffen kann, was verboten ist, damit er sein Handeln darauf abstimmen kann. Auch die Strafdrohung muss vor Begehung der Tat mindestens durch einen Strafrahmen festgelegt sein.

 

Rückwirkungsverbot

 

Die Strafgesetze dürfen weder vom Gesetzgeber rückwirkend erlassen noch von Richtern mit Rückwirkung angewandt werden

 

Analogieverbot

 

Zu Lasten des Täters dürfen weder durch Gewohnheitsrecht noch durch Erweiterung eines Strafgesetzes mittels Auslegung neue Straftatbestände gebildet oder erweitert werden. Lediglich ähnliche Sachverhalte dürfen also nicht genauso bewertet werden, wie jene, für die eine Strafe im Gesetz vorgesehen ist.

 

"in dubio pro reo"

 

lautet der Grundsatz, wonach für den Fall, dass Zweifel an der Strafbarkeit des Beschuldigten bestehen, dieser freigesprochen werden muss. Zweifel können daran bestehen, ob der Beschuldigte tatsächlich gehandelt hat, ob er im Unrecht war (Notwehr) oder das Verhalten vorwerfbar war (Alkohol). Ein wesentlicher Garant für ein faires Strafverfahren nach oben dargelegten Grundsätzen ist der Rechtsanwalt als Strafverteidiger, der gegenüber dem Richter, der Strafkammer oder gar einem Strafsenat dafür sorgt, dass der Angeklagte auf seiner Seite Beistand hat, der über das gleiche Wissen verfügt wie Richter und Staatsanwälte.

 

Häufige Problemstellung:

 

Sie sind Beschuldigter in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren? Es handelt sich um einen relativ einfach gelagerten Fall und Sie scheuen deshalb hohe Kosten für eine anwaltliche Vertretung im Ermittlungsverfahren oder in der Hauptverhandlung?

 

Bedenken Sie, dass es für eine ordnungsgemäße Verteidigung nahezu unerlässlich ist, Kenntnis vom Akteninhalt zu haben, insbesondere vom Inhalt der Aussagen der Zeugen oder den Einlassungen von Mitbeschuldigten sowie den sonstigen polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Feststellungen, um die Verteidigung darauf einzustellen.

 

Besonders bei Strafdelikten ist es sehr wichtig, vor einer Aussage anwaltlichen Rat und Beistand einzuholen. Was erstmal im Protokoll der Ermittlungsbeamten dokumentiert ist, lässt sich nicht mehr zurücknehmen. Nur ein Rechtsanwalt ist befugt, Akteneinsicht zu beantragen und somit in der Lage, den ganzen Umfang der vorangegangenen Ermittlungen beurteilen zu können.

 

Hier gilt der Grundsatz:

 

Keine Aussage vor Kenntnis der Ermittlungsakten.

 

Unser Lösungsvorschlag:

 

Gegen eine Pauschgebühr von 75,00 Euro einschließlich MwSt. nehmen wir Akteneinsicht in die Verfahrensakten der mit der Sache befassten Ordnungsbehörde, der Staatsanwaltschaft oder des Gerichtes und stellen Ihnen - unter den gesetzlich notwendigen Voraussetzungen - den maßgeblichen Akteninhalt für die Zwecke Ihrer eigenen Verteidigung zur Verfügung.

 

 

Verkehrsstrafrecht:

 

Unser Schwerpunkt beim Thema Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht ist der Bereich des Verkehrsstrafrechts. Dieses beinhaltet Ordnungswidrigkeits-, Bußgeld und/oder Strafverfahren bei Pflichtverletzungen gegen die StVO, StVZO und das StGB, wie z.B.:

 

  • Geschwindigkeitsüberschreitungen,
  • Fahrerflucht,
  • Trunkenheitsfahrten,
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis,
  • Überschreitung von Ruhezeiten,
  • Vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis