UA-56634826-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

Zur anwaltlichen Tätigkeit im Familienrecht gehören das Recht der Eheschließung und der Ehescheidung, das Unterhaltsrecht, das eheliche Güterrecht, die Regelung der Beziehung zwischen Kindern und ihren Eltern, insbesondere die Fragen der Vaterschaftsanfechtung und -anerkennung, des Umgangs- und Sorgerechts. Einen weiteren Schwerpunkt im Familienrecht bildet das Recht der Eingetragenen Lebenspartnerschaften.

 

Die Probleme einer Ehescheidung sind vielfältig und aufgrund der starken emotionalen Belastung nicht mit anderen zivilrechtlichen Verfahren vergleichbar. Gerade in diesen Verfahren ist es sinnvoll, wenn man bereits im Vorfeld einen kompetenten, vertrauenswürdigen Partner an seiner Seite weiß. Durch eine zügige Bearbeitung und engagierte anwaltliche Betreuung während der Trennung bzw. des Scheidungsverfahrens soll erreicht werden, dass ihre Belastung so gering wie möglich gehalten wird.

 

Wir beraten und vertreten Sie gerichtlich und außergerichtlich in allen Fragen, die sich in der Ehe, anlässlich der Trennung der Ehepartner, im Scheidungsverfahren, aber auch in Zusammenhang mit nichtehelichen Lebensgemeinschaften ergeben:

 

  • Trennung und Scheidung: Außergerichtliche und gerichtliche Beratung und Vertretung,  
  • Durchsetzung Ihres Sorge- und Umgangsrechts,
  • Unterhaltsansprüche von Kindern, Ehegatten, Eltern durchsetzen bzw. abwehren,
  • Zugewinnausgleich und Vermögensauseinandersetzung,
  • Kindschaftsrecht,
  • Adoption,
  • Anfechtung oder Feststellung der Vaterschaft,
  • Internationale Scheidungen,
  • Gestaltung von Eheverträgen oder Scheidungsfolgenvereinbarungen,
  • Recht der nichtehelichen Lebensgemeinschaften,
  • Recht der (gleichgeschlechtlichen) Lebenspartnerschaft,
  • Ansprüche des Sozialamts bzw. gegen das Sozialamt

 

Ehescheidung

 

Zentraler Punkt des Familienrechts ist die Ehescheidung. Wir beraten Sie über die Voraussetzungen des Trennungsjahres und prüfen die Aussichten einer sofortigen Härtefallscheidung im Einzelfall. Sofern Sie eine einverständliche Scheidung anstreben, erörtern wir mit Ihnen die kostengünstigste Variante der Ehescheidung, bei der nur ein Ehegatte anwaltlich vertreten sein muss.

 

Um den Scheidungsantrag einzureichen, müssen die Ehegatten grundsätzlich seit einem Jahr voneinander getrennt leben. In der Regel vollzieht sich die Trennung durch Auszug eines Ehegatten aus der gemeinsamen ehelichen Wohnung/Haus.

 

Wichtig: Auf den Zeitpunkt der Ummeldung beim Einwohnermeldeamt kommt es nicht an. Die Einleitung des Scheidungsverfahrens setzt voraus, dass man 1 Jahr lang „getrennt von Tisch und Bett“ lebt. Ein Getrenntleben ist unter engen Voraussetzungen auch innerhalb der ehelichen Wohnung/Haus möglich, dies muss im Einzelfall geklärt werden.

 

Ehegattenunterhalt

 

Beim Ehegattenunterhalt ist streng zu unterscheiden zwischen dem Trennungs- und dem nachehelichen Unterhalt, da sie an verschiedene Tatbestände anknüpfen. Dabei bestimmt sich der Unterhalt grundsätzlich nach den „ehelichen Lebensverhältnissen“. Vorsicht: Errechnen Sie sich den Unterhalt nicht selbst! Dies kann nur ein Fachmann.

 

Leben die Ehegatten voneinander getrennt, besteht ein Anspruch auf Trennungsunterhalt. Der weniger verdienende Ehegatte erhält 3/7 der Einkommensdifferenz. Nach der Ehescheidung kommt ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt in Betracht.

 

Kindesunterhalt

 

Die Höhe des Kindesunterhalts lässt sich aus der Düsseldorfer Tabelle entnehmen.

 

Vorsicht: Errechnen Sie sich nicht selbst den Unterhalt! Häufig kommt es zu Über- und Unterzahlungen, da nur ein Fachmann die Düsseldorfer Tabelle richtig lesen kann.

 

Elterliche Sorge und Umgangsrecht

 

Im Falle der Ehescheidung muss eine Einigung über die Ausübung des Sorgerechts und die Ausgestaltung des Umgangsrechts getroffen werden. In begründeten Fällen kann das Familiengericht das Sorgerecht nur einem Elternteil zusprechen. Das Umgangsrecht steht jedem Ehegatten zu. Wir vertreten Ihre Interessen und die Ihres Kindes und unterstützen Sie bei der Durchsetzung des Sorge- und Umgangsrechts für Ihr Kind. Heutzutage verbleibt es fast immer beim gemeinsamen Sorgerecht der Eltern. Nur in Ausnahmefällen wird einem Ehepartner das alleinige Sorgerecht übertragen.

 

Besuchs- und Umgangsrecht

 

Derjenige bei dem die Kinder nicht leben, hat ein Besuchs- und Umgangsrecht. Zum Wohle des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Die Ausgestaltung des Umgangsrechtes können beide Ehegatten eigenverantwortlich und einvernehmlich regeln.

 

Ehescheidung und Vermögensauseinandersetzung

 

Mit der Ehescheidung kann eine Vermögensauseinandersetzung der Ehegatten notwendig werden. Verfügen die Ehegatten über Vermögen, ist eventuell ein Zugewinnausgleich durchzuführen. Zu klären sind auch die Aufteilung des Hausrates, die Nutzung der Ehewohnung oder der künftige Umgang mit gemeinsamem Wohnungseigentum.

 

Versorgungsausgleich

 

Im Rahmen eines Ehescheidungsverfahrens ist das Familiengericht verpflichtet, die während der Ehe von den Ehegatten erwirtschafteten Rentenanwartschaften zu ermitteln und diese zwischen den Ehegatten auszugleichen. Die Durchführung des Versorgungsausgleichs kann in einem Ehevertrag bzw. in einer Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung ausgeschlossen werden. Erübrigt sich die Durchführung des Versorgungsausgleichs, kann sich die Dauer eines einverständlichen Scheidungsverfahrens erheblich reduzieren.

 

Soweit beide Ehepartner ungefähr gleich hohe Anwartschaften erzielt haben, kann im Scheidungstermin auf die Durchführung des Versorgungsausgleiches im gegenseitigen Einvernehmen verzichtet werden. Außerdem ist es möglich, den Versorgungsausgleich vor dem Notar auszuschließen. Wirksam ist ein solcher Ausschluss jedoch nur, wenn seit dem Ausschluss ein Jahr vergangen ist.

 

Ehevertrag, Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung

 

Bereits bei Eheschließung können die Partner einen Ehevertrag abschließen, um die gesetzlichen Regelungen zu modifizieren. In dem Ehevertrag kann beispielsweise abweichend vom gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft ein anderer Güterstand, z. B. Gütertrennung vereinbart werden. Für den Fall einer Ehescheidung können die Ehegatten im Ehevertrag auf nachehelichen Unterhalt verzichten sowie die Durchführung des Versorgungsausgleichs bei der Ehescheidung ausschließen.

 

Diese und andere Regelungen können auch nach der Eheschließung in Form einer Trennungs- oder Scheidungsvereinbarung getroffen werden.

 

Binationale Ehen

 

Binationale Paare haben oftmals bereits vor der Eheschließung Beratungsbedarf hinsichtlich der für eine Eheschließung in der Bundesrepublik Deutschland notwendigen Papiere und des Erhaltes einer gültigen Aufenthaltserlaubnis für den ausländischen Partner nach dem geltenden Ausländerrecht. Im Rahmen einer Scheidung binationaler Ehen ist häufig zu klären, welches Recht zur Anwendung kommt und ob die Scheidung in Deutschland durchgeführt werden kann.

 

Eingetragene Lebenspartnerschaften

 

Die gesetzlichen Vorschriften bezüglich der Eintragung und der Aufhebung von Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare wurden durch das zum 01.01.2005 geänderte Lebenspartnerschaftsgesetz den Regelungen zur Eheschließung und Ehescheidung weitestgehend angepasst. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede, über die wir Sie informieren.

 

Unser Bestreben

 

Wenn Sie sich einmal zur Scheidung entschieden haben, dann sollte diese auch schnell erfolgen. Das ist unser Bestreben.