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Flughafenkontrolle: Flughafensicherheit haftet nicht für verlorene Uhr

Veröffentlicht am 11.03.2016

Wer die Sicherheitsschleusen am Flughafen passiert, muss oft seine Uhr abnehmen, um sie durchleuchten zu lassen. Kommt der teure Zeitmesser dabei weg, dann ist die Fluggastkontrolle dafür nicht verantwortlich.

Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt in einem Urteil. Nach Auffassung des Gerichts ist es allein Sache des Fluggastes, die abgelegten Gegenstände im Auge zu behalten und beispielsweise bei einem Diebstahl einzugreifen (Az.: 1 U 260/10).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schadensersatzklage eines Passagiers ab. Er hatte nach eigenen Angaben eine wertvolle Uhr zur Durchleuchtung auf ein Förderband abgelegt. Anschließend sei die Uhr weg gewesen. Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hätten ihre Verkehrssicherheits- und Organisationspflichten verletzt, so dass die Kontrollstelle dafür hafte.

Das OLG sah die Sache anders. Die Richter betonten, das Sicherheitspersonal nehme bei der Durchleuchtungskontrolle die abgelegten Gegenstände nicht in Verwahrung. Daher würden keine besonderen Obhutspflichten begründet, so dass für einen Haftungsanspruch die rechtliche Grundlage fehle.